3. – 4. Schuljahr

Otfried Börner

Tips for teachers: Good reasons to go exploring Ireland

Irland bietet jedem, ob alt oder jung, natur- oder kulturinteressiert, vielfältige attraktive Angebote für eine erlebnisreiche Reise. Warum es sich lohnt, die grüne Insel als Urlaubsziel zu entdecken, beschreibt der Irlandfan Otfried Börner.
  • Man fühlt sich als Besucher des Landes stets willkommen und begegnet Menschen, die sich durch große Gastfreundschaft, Hilfsbereitschaft und freundliche Zuwendung in allen möglichen Lebenslagen auszeichnen. Hinzu kommt die sprichwörtliche Einstellung zur Bewältigung des Alltags nach dem Motto: When God made time he made enough of it.
  • Auf der Insel gibt es eine erstaunlich große Zahl an kultur- und zeitgeschichtlichen Dokumenten zu entdecken, Megalithgräber, keltische Hochkreuze, Burgen und Klöster oder die beehive huts auf der Dingle-Halbinsel, um nur einige zu nennen.
  • Musikliebhaber können in Irland voll auf ihre Kosten kommen, denn es wird überall viel gesungen und musiziert. Legendär sind die music pubs, nicht nur in den großen Städten. Gerade in kleinen Ortschaften kann die ursprüngliche Volksmusik mit zum Teil für uns ungewöhnlichen Instrumenten wie dem bagpipe, der tin whistle, der mit einem Knochen gespielte bodhrán oder schlicht mit zwei gegeneinander geschlagenen spoons erlebt werden. Zudem ist Galway in diesem Jahr Europäische Kulturhauptstadt, in der erhebliche öffentliche busking highlights zu erwarten sind.
  • Es wäre ein großes Versäumnis, nach Irland zu reisen, ohne von den größeren Städten zumindest Dublin einen ausführlichen Besuch abzustatten. Architektonisch ist an den Ufern der Liffey in den letzten Jahrzehnten eine spannende moderne Stadt entstanden. Zu entdecken gibt es aber weiterhin z.B. das Trinity College mit seiner reichen Bibliothek, die Denkmäler von Molly Malone sowie vielfältige Museen und Theater. Und wer vom Pflastertreten erschöpft ist, dem sei eine Ruhepause in Bewleys altehrwürdigem Oriental Café in der Grafton Street wärmstens empfohlen.
  • Allein die Landschaft und Natur zu erleben, kann für viele ein entscheidender Grund für einen Besuch der Insel sein. An den rauen Küsten und Stränden des Atlantiks, in der Einsamkeit der Berge in den Macgillicuddys Reeks in Kerry, beim Sonnenuntergang im Bloody Foreland im Nordwesten oder in den subtropischen Gebieten des Südwestens, z.B. im Killarney National Park, gibt es Faszination und Erholung pur.
  • Wer als Englischlehrkraft Irland bereist, erfährt bereits im Straßenbild, dass es neben dem Englischen mit dem Gälischen eine zweite Amtssprache gibt (s. Abb.1), die allerdings als einzige Sprache lediglich in einigen kleineren Regionen und auf Inseln im Westen der Insel auftritt.
  • Irland ist ideal für eigene sportliche Betätigungen wie Reiten, Angeln, Surfen, (Pony) Trekking oder für ambitioniertes wie ausprobierendes Golfen. Gleichermaßen interessant sind die Angebote zum Besuch typisch irischer Sportarten wie Hurling, Gaelic Football oder Pferderennen. Schon die eindrucksvolle Begeisterungsfähigkeit des Publikums und das nahezu volkssportmäßig betriebene Wetten zu beobachten, lohnt den Besuch der Veranstaltungen.
  • Last but not least: Ein letzter entscheidender Grund für eine Reise nach Irland könnte sein, Heinrich Bölls Irisches Tagebuch von 1957 (noch einmal?) zu lesen und zu entdecken, ob und wo sein Irland heute noch zu finden ist, das Wetter, die verlassenen Dörfer, der gewaltige Teekonsum, die Esel und Kühe auf den Straßen, die Überlebensstrategie nach dem Motto: It could be worse! und dies alles auch unter den neuen Bedingungen des Brexit.

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